Eine Ausbildung nach den Richtlinien der USA-Verbände PADI, NAUI und SSI findet im 1. Berliner Inklusions-Tauchclub e.V. nicht statt.

Die Ausbildung erfolgt bei uns nach den jeweils gültigen Ausbildungsrichtlinien der CMAS (Conédération Mondiale des Activités Subaquatiques). Im Rahmen der modularen Umschreibung besteht allerdings die Möglichkeit, bereits vorhandene PADI, NAUI und SSI-Leistungsstufen als Voraussetzung für eine weiterführende CMAS-Ausbildung im Verein anzuerkennen. Darüber hinaus besteht selbstverständlich für alle zertifizierten Taucher die Möglichkeit, an unseren taucherischen Aktivitäten teilzunehmen.

"Wenn ich bei euch Mitglied werde, was kostet mich dann eine Tauchausbildung".

 

Diese Frage ist eine der Ersten, die uns gestellt wird!


Unsere Antwort, dass die Ausbildung grundsätzlich mit dem Jahresbeitrag abgegolten ist, ruft beim Fragesteller sofort Verwunderung hervor. Dann folgt sogleich die nächste Frage: "Ihr nehmt nur so wenig Geld, arbeiten eure Mitglieder umsonst?

 

Die Antwort ist einfach: "Ja, unsere Clubmitglieder arbeiten grundsätzlich alle ehrenamtlich!"

 

Das bedeutet aber nicht, dass wir für unsere Arbeit nichts bekommen. Unser Lohn wird in einer anderen Währung ausgezahlt. Wer mit  Menschen arbeitet, die eine Behinderung haben, der kann sehen wie sich Angst in Mut verwandelt. Wie sich Zaghaftigkeit zu Können wandelt. Wie aus Scheu, Zuversicht wird und Erwartung in Begeisterung umschlägt.

 

Das ist der Lohn für unsere Arbeit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die Wirkungen von Medikamenten unter Druck ist noch nicht viel bekannt. In der Tauchmedizin vielleicht die bekannteste Nebenwirkung unter Druck ist die halluzinogene Wirkung von LariamTM (ein Malariaprophylaxemittel). Aber auch einige andere Medikamente können im Einzelfall unberechenbare und vielleicht auch in Zukunft therapeutisch nutzbare positive Effekte haben.

 

Besondere Vorsicht gilt bei allen Medikamenten, die zentralnervöse Nebenwirkungen haben, diese können unter Druck verstärkt auftreten. Also alle Antidepressiva, Neuroleptika, zentralwirksame Schmerzmittel, Muskelrelaxantien, Antiepileptika, Schlafmittel und Tranquilizer. Vermutlich können auch andere "schwere Medikamente" wie: rheumatologische Basistherapien, Cortison, Zytostatika oder Chemotherapien unter Druck gefährlich werden.

 

Hier muss man immer einen Tauchmediziner fragen! Da sehr viele behinderte Taucher solche obigen Medikamente einnehmen, zum Beispiel Antispastika bei manchen Rollifahrern, wird die maximale Tauchtiefe zumindest in der H-2 Gruppe auf bis 20 Meter beschränkt.

 

Zugegebenerweise soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass hier keine wirklichen Studien existieren, sondern nur einzelne Fallbeispiele.

Wenn wir also einen Handicaptaucher betreuen, der neue Medikamente einnimmt, dann lesen wir den Beipackzettelfragen und fragen seinen Tauchmediziner. Überall dort wo "Achtung beim Bedienen von Maschinen" oder "häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Antriebslosigkeit..., bei Überdosierung verstärkte neuropsychiatrische Zustände wie Angstzustände, ..." steht, passen wir besonders auf. In diesen Fällen und wenn überhaupt, beginnen wir mit dem H3-Programm auf maximal bis 3 Meter Tiefe.

 

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